Inventory of Choices

Reut Shemesh

Das „Inventory of Choices“ ist eine Sammlung von Reut Shemeshs Methoden und Überzeugungen, die ihrer Arbeit zugrunde liegen. Es gibt Überblick und Einblick in Reuts Arbeitsweise. Es ist ein Pool, aus dem Reut Werkzeuge, Material und Inspiration für ihre tägliche Arbeit schöpfen kann, während die Struktur des „Inventory of Choices“ es ermöglicht, jederzeit neue Aspekte hinzuzufügen. Es ist ein Werkzeug für die Praxis. Die Theorie, die dazugehören mag, ist auf diese Praxis ausgerichtet.

Das „Inventory of Choices“ hat seinen Ursprung u.a. in Reuts Suche nach ihrem eigenen Stil – nicht als etwas, das sie entwickeln oder erschaffen will, sondern als etwas, das schon da ist, eine Vorstellung von ihrer Arbeit, die sie verstehen, erkennen, sich bewusst machen und nutzen kann. Mit dieser Bestandsaufnahme wird so auch der Tatsache Rechnung getragen, dass kreatives Arbeiten nicht bedeutet, sich selber und den eigenen Stil jedes Mal neu zu erfinden. Es geht darum, die Tiefe im eignen Werk zu finden und sie zu pflegen.

Es heißt „Inventory“, weil es eine Sammlung ist, eine Zusammenfassung dessen, was im Moment vorhanden ist. Die Bestandsaufnahme ist eine kontinuierliche Aufgabe. Es heißt „Choices“, weil Reut und alle beteiligten Personen dafür verantwortlich sind was geschieht. Es ist kein Zufall, es ist keine höhere Gewalt, es sind nicht irgendwelche Gesetze (anderer). Es wird gewählt, entschieden und getan – wobei klar ist, dass es Einflüsse gibt.

Das Sammeln und Definieren der Begriffe, Überzeugungen und Praktiken im „Inventory of Choices“ ist auch ein Versuch, den Rahmen und das Raster dessen zu beschreiben was häufig als Intuition bezeichnet wird. Denn dabei könnte es sich unter Umständen um nichts Geringeres als eine weitere Ebene der bewussten Entscheidungsfindung handeln.

Der Modus Operandi ist unendlich. Je weiter die Praxis voranschreitet, desto mehr Aspekte, Details und neue Phänomene finden ihren Weg in das „Inventory of Choices“. Zunächst wird eine Version für den eigenen Gebrauch erarbeitet, später wird diese zur Vermittlung an professionelles und an tanzinteressiertes Publikum weiterentwickelt.

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